Chronik der Feuerwehr Perchtoldsdorf
DIE ANFÄNGE DES ORGANISIERTEN LÖSCHWESENS IN PERCHTOLDSDORF
Von den ersten Versuchen einer organisierten Brandbekämpfung zu einer allen Anforderungen entsprechenden, modernen Feuerwehr führte ein beschwerlicher Weg.
So auch in Perchtoldsdorf!
Jahrhunderte lang musste man dich mit Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes begnügen und eine erfolgreiche Brandbekämpfung war oft nicht möglich.
Es fehlte nicht nur an technischem Gerät, sondern es mangelte meist auch an den organisatorischen Voraussetzungen für eine effektive Brandbekämpfung.
Brandkatastrophen waren keine Seltenheit und so wurde auch Perchtoldsdorf in seiner Geschichte mehrmals von schrecklichen Großbränden heimgesucht.
Die mittelalterlichen Städte und Märkte begegneten der Problematik der Brandverhütung und der Brandbekämpfung mit einschlägigen Bestimmungen, welche im Marktrecht festgehalten wurden.
Hiezu zählte zum Beispiel ein jährlicher Rauchfangbeschau oder aber auch die Verpflichtung eines jeden Bürgers, bei der Brandbekämpfung eines einmal ausgebrochenen Brandes mitzuhelfen.
Hatte sich ein Brand zu einem Großbrand entwickelt, konnte man nur noch danach trachten möglichst viele Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen und durch niederreißen angrenzender Häuser dem Feuer die Nahrung zu nehmen, was aber bei Sturm und Funkenflug oft misslang. Die wichtigsten Löschgeräte der damaligen Zeit war Löscheimer, Leitern und Haken um das brennende Gebälk vom Haus zu schlagen.
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Löscheimer |
Spritzen als Brandbekämpfungsmittel werden in Wien erstmals in der Feuerordnung 1534 erwähnt. Dies waren vorerst noch einfache Stockspritzen und später Kastenspritzen mit denen durch handbetriebene Hebelpumpen Wasser aus einem hölzernen Wasserkasten über ein primitives Wenderohr gegen das Feuer geschleudert werden konnte.
BRANDBEKÄMPFUNG UND LÖSCHGERÄTE BIS ZUR TÜRKENZEIT
Im späten Mittelalter gab es zwar schon durch die ,,Feuerordnung“ der Städte und Märkte so was wie einen vorbeugenden Brandschutz, doch wurde es mit den Verordnungen wie zum Beispiel mit dem jährlichen Rauchfangbeschau nicht all zu ernst genommen.
Bei der damaligen Bauweise, welche die Ausbreitung von Bränden ungemein begünstigte, war dies natürlich eine grobe Fahrlässigkeit: Schmale, eng aneinander gereihte Häuser mit tief verbauten Hofräumen, hölzerne Stiegen und Schindeldächer machten es dem Feuer nicht all zu schwer, ganze Straßenzüge und Ortsteile einzuäschern. Durch besseren vorbeugenden Brandschutz wäre möglicherweise die eine oder andere Feuersbrunst abzuenden gewesen.
Gegen höhere Gewalt wie Brandschatzung im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen war man schlichtweg machtlos.
Die Türkenkatastrophen der Jahre 1529 und 1683, in deren Verlauf die Invasoren den Markt mehr oder weniger niederbrannten, sollten dies wieder einmal in aller Deutlichkeit vor Augen führen. Eine Brandbekämpfung war angesichts der Gefährdung von Leib und Leben auch gar nicht mehr möglich.
In Wien wurde kurz nach Beginn der zweiten Türkenbelagerung 1683 eine Dauerhafte Besetzung der Löschgeräte angeordnet; eine Maßnahme, die sich so gut bewährte, dass der Stadtrat 1686 die Einstellung von vier besoldeten Feuerknechten anordnete, die in der Bedienung der Löschgeräte ausgebildet wurden. Damit war der Anstoß zur Gründung der Wiener Berufsfeuerwehr und auch der ersten Berufsfeuerwehr weltweit getan.
Das auslaufende 17. und das 18.Jahrhundert brachten für Wien eine Reihe von Feuerordnungen, so die Leopoldinische von 1688 und die Theresianische von 1759. Im wesentlichen regelten diese Feuerordnungen das Brandverhütungs- und Löschwesen, legten die Pflichten der Hausbesitzer und Helfer fest und enthielten Vorschriften über den feuersichern Bau von Häusern.
Die Perchtoldsdorfer Feuerordnung des 18.Jahrhunderts!
Auch die größeren Städte und Märkte erließen während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Feuerordnungen, welche im wesentlichen die oben genannten Aspekte berücksichtigten. Als Maria Theresia 1759 ihre für die allgemeine Entwicklung der Brandbekämpfung und Brandverhütung so bedeutsame Feuerordnung erließ, verfügte Perchtoldsdorf bereits über eine eigene Löschgruppe.
Am 9. Juli 1759 wurde auch eine Perchtoldsdorfer Feuerordnung kundgemacht, die an eine wie wir aus damaligen Ratsprotokollen entnehmen können, schon bestehende direkt anschließt.
Sie übertrug rund 90 Bürgern und Inwohnern klar definierte Aufgaben für den Brandfall und verpflichtete auch die Zünfte zur Mithilfe an der Löschaktion.
Die Verantwortung lag in den Händen zweier Feuerkommisäre., deren Befehle ausnahmslos zu Befolgen waren.
Die Tatsache, dass die Weigerung zur Mithilfe an den Löscharbeiten mit Arrest bedroht wurde, lässt aber allerdings den Schluss zu, dass die Menschen von Sinn und Nutzen ihres Einsatzes nicht sehr überzeugt waren und wahrscheinlich auch die Gefahren fürchteten, denen sie sich aussetzten.
Erst ab der Josefinischen Feuerordnung von 1782 wurde das bisherige Schema geändert und der Wirkungskreis der ,,Löschanstalt“ neu definiert. Die ,,Feuerverwahrungs-, Lösch- und Rettungsanstaltenordnung“ für den k.k. landesfürstlichen Markt Perchtoldsdorf aus dem Jahre 1788 enthält bereits wichtige Ansätze für den funktionierenden Einsatz einer ,,Löschanstalt“ (=Sammelbegriff für die zum löschen verpflichteten Bürger ) notwendigen Vorschriften und lässt auch einigermaßen klare Befehlsstrukturen erkennen.
Die eigentliche Löschaktion war bis ins Detail geregelt: Vom bespannen der Wasserwagen und Spritzen, dem Füllen der Spritzkästen, bis zum Pumpen und Führen des Spritzrohres.
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Feuerwehrspritze |
Die Feuerlöschordnung 1788 beinhaltete auch eine Regelung über die Alarmierung im Brandfalle. Demnach hatte der Mesner einen ausgebrochenen Brand durch Glockenzeichen anzuzeigen, ,,das Lärmzeichen vom Turm zu geben“, wie es in der Feuerordnung heißt. Gleichzeitig hatte er bei Nacht durch aushängen einer roten Laterne, tagsüber durch einen rote Fahne, die Richtung anzuzeigen, in der sich der Brandort befand.
Die Brandmeldung wurde im Regelfall durch die Nachtwächter, später durch die Feuerwache überbracht.
Diese seit 1788 allgemein übliche Art der Alarmierung kennt bereits die Wiener Feuerordnung des Jahres 1534, die diese Aufgabe einer von ihr geschaffenen Institution zuwies, welche über 400 Jahre Bestand haben sollte: dem Türmer von St. Stephan.
Die Josefinische Feuerordnung bewährte sich über Jahrzehnte hinweg, es wurden aber weder in technischer noch in organisatorischer Hinsicht Fortschritte erzielt.
So kam es, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ,,Löschanstalten“ trotz ihrer langjährigen Erfahrungen und Traditionen auf einem Tiefpunkt angelangt waren.
Dieser Zustand wurde dann noch durch das ein Staatsbankrott 1811, das im Gefolge der Napoleonischen Kriege entstanden war begünstigt.
In darauf folgenden Jahrzehnten wurden Versuche gestartet, die Einsatzbereitschaft der Löschanstalt wieder herzustellen.
So wurde zum Beispiel 1812 eine neue Feuerordnung erstellt, die den Ort in fünf Löschbezirke aufteilte und organisatorische Verbesserungen bringen sollte.
Doch nachdem auch in den nächsten dreißig Jahren keinerlei Modernisierung und Erweiterung des Löschzeugbestandes erfolgte und nicht einmal unbrauchbare Requisiten ergänzt wurden, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Einsatzbereitschaft der Löschanstalt bis zur Jahrhundertmitte immer mehr in Frage gestellt wurde.
DIE GRÜNDUNG DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR PERCHTOLDSDORF
Von der ,,Löschanstalt“ zu den Gründungsansätzen des Jahres 1869
Wie in der Pfarrchronik berichtet, brach in der Nacht von 6. auf 7. Jänner in der Wienergasse 41 ein Großbrand aus, der auch die Nachbarhäuser Nr. 35, 37 und 39 in Schutt und Asche legte.
Das dass Feuer nicht noch größeren Schaden verursachte, ist den umsichtsvollen Hilfeleistungen des eben hier stationierten Militärs zu verdanken gewesen. Der Bericht des Pfarrers Webers in der Pfarrchronik lässt damals Zweifel an der Existenz einer funktionierenden ,,Löschanstalt“ aufkommen.
Erst vier Jahre nach diesem Brandunglück unternahm die Gemeinde einen neuen Versuch zur Leitung der Feuerspritze und der Leitern eine 12köpfige Mannschaft in Dienst zu stellen.
Diese sogenannten Spritzenmänner traten bei den Bränden in den folgenden Jahren in Erscheinung. Allerdings mit einer wohlgeübten Löschmannschaft hatten diese Männer wenig gemeinsam.
Schon vor dem Brandunglück vom 2. Oktober 1868, dem die beiden Bürgerhäuser (Wienergasse 30 und 32) sowie das Dach der gegenüberliegenden Spitalskirche zum Opfer fielen, wusste man um die Mängel der hiesigen Löschanstalt bescheid, jetzt aber traten diese in vollem ausmaß zutage.
Nun wurde die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr nach dem Vorbild der Mödlinger Turnerfeuerwehr gefordert.
Diese bestand in Mödling schon seit 1867. Die Keimzellen dieser freiwilligen Feuerwehr bildeten die ortsansässigen Turnervereine. Durch das körperliche Training der Turner waren diese Männer den Aufgaben die sich ihnen stellten für den Feuerwehrdienst am besten geeignet.
Die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr konnte Bürgermeister Gaugusch allerdings nicht mehr verwirklichen. Am 6. Oktober 1868 fand eine sehr gut besuchte Bürgerversammlung statt, bei der zunächst der Gemeindeausschuss wegen der ungenügenden Brandschutzmaßnahmen scharf kritisiert wurde. Als es dann um die Frage ging, ob die Brandstätte der Bürgerhäuser verkauft oder wieder aufgebaut werden sollte, kam es zu heftigen Tumulten. Bürgermeister Gaugusch erklärte daraufhin seinen Rücktritt und gab als Grund auch die ihm seiner Meinung nach ungerechtfertigter Weise zur Last gelegten Mängel der hiesigen Löschanstalt an.
Nach mündlicher Überlieferung erfolgte die Gründung der freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf durch Bürgermeister Franz Botzenhart, Carl Jüttner und Leopold Hudribusch im Jahre 1869. Allerdings heißt es in einem Bericht an den Nö. Feuerwehrtag in Wr. Neustadt von 16. September 1870, dass in Perchtoldsdorf noch keine freiwillige Feuerwehr fungiert.
Am 1.Juni 1870 wurde die neue niederösterreichische Feuerpolizeiordnung als Gesetz erlassen. Sie löste die alte Feuerordnung von 1782 ab und diente von nun an als rechtliche Grundlage für das Feuerwehrwesen in Niederösterreich. Das Gesetz legte den Gemeinden die Verpflichtung auf, ihr Löschwesen neu zu regeln und Feuerwehren zu errichten.
Nun, da die Gründung von Feuerwehren per Gesetz verordnet wurde, erfolgte am 10.August 1870 der Gemeinderatsbeschluss eine Feuerwehr bestehend aus 10 Mann zu gründen.
Bürgermeister Anton Koholzer wurde verpflichtet, bis zur nächsten Ratssitzung eine detaillierte Aufstellung über Kosten für Bekleidung, neue Signalhörner und verschiedene Reparaturen an der Feuerspritze vorzulegen.
Schließlich wurde auch noch der Ausrückbereich der neuen Feuerwehr festgelegt.
Am 23. August 1870 erließ der Bürgermeister den Aufruf zum Beitritt in die ,,gemeindeamtliche Feuerwehr“.
Neben den 10 besoldeten und auf Gemeindekosten uniformierten Löschmännern sollten sich möglichst viele ,,Freiwillige“ für den Löschdienst verpflichten.
Allerdings wurden die sogenannten Ehrenmitglieder bei Eintritt in die Feuerwehr verpflichtet sich ihre Montur auf eigene Kosten, jedoch mit eigenem Abzeichen anfertigen zu lassen.
Alles in allem kostete die Ausrüstung der neuen Feuerwehr die Gemeinde 150 Gulden, ein Betrag den man für akzeptabel hielt.
An Löschrequisiten war nicht viel vorhanden, und man sah hiefür auch keine besonderen Ausgaben vor.
Es existierten noch eine brauchbare Spritze, ein Wasserwagen und insgesamt 30 Feuereimer.
Lediglich zwei neue Leitern sollten angeschafft werden.
Schon bald nach der Gründung hatte die neue Feuerwehr ihre erste Feuerprobe zu bestehen.
Am 30. Oktober 1870 beteiligte sich die Feuerwehr Perchtoldsdorf an Löscharbeiten in Brunn und wurde hiefür in einem Dankschreiben an Bürgermeister Koholzer in den höchsten Tönen gelobt.
Doch das System einer besoldeten ,,Gemeinde – Feuerwehr“ mit ,,freiwilligen“ Helfern funktionierte nicht sehr lange. Allerdings sind über das Scheitern dieses Systems keine näheren Gründe bekannt. So kam es im Jahre 1871 zur Vereinsbildung und somit zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf.
Weiters wurde auch eine neu konstruierte Feuerspritze der Fa.W.Knaust in Wien angekauft.
Um die Ausbildung der jungen Feuerwehr kümmerten sich, wie wir aus einem Bericht von Bürgermeister Begrisch aus dem Jahr 1874 erfahren, zwei Fachleute aus Wien. Die Feuerwehr Perchtoldsdorf wurde von zwei Exerziermeistern der Wiener Städtischen Feuerwehr zwei volle Monate hindurch auf Gemeindekosten ausgebildet und so eingeübt, dass diese bald in weitesten Kreisen als eine der bestorganisiertesten Feuerwehren bekannt wurde.
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Mannschaftsbild 1878 |
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Geschichte war die Teilnahme der Freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf an der Gründung des Bezirksfeuerwehrverbandes Mödling am 3. November 1872.
Insgesamt fanden sich 160 Feuerwehrmänner zur Versammlung in Mödling ein.
Neben den Perchtoldsdorfern waren auch die freiwilligen Feuerwehren von Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Gumpoltskirchen, Guntramsdorf, Laxenburg, Mödling, Vorderbrühl und Wiener Neudorf vertreten.
Von den Bezirksverbänden, wie sie nun im ganzen Land ins Leben gerufen wurden, gingen wichtige Impulse für die Entwicklung des Feuerwehrwesens aus.
Bei den alljährlichen Bezirksfeuerwehrtagen wurden regelmäßig Schauübungen abgehalten, bei denen die einzelnen Wehren ihr können unter Beweis stellen konnten.
Nach dem am 10. September 1882 in Perchtoldsdorf abgehaltenen Bezirksfeuerwehrtag verschlechterte sich das Verhältnis zwischen der freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf und der Mödlinger Feuerwehr derart, dass die Perchtoldsdorfer nicht länger dem Bezirksfeuerwehrverband Mödling angehören wollten.
Mit 1. Jänner 1885 schied die FF Pechtoldsdorf aus dem Bezirksfeuerwehrverband Mödling mit der Begründung aus, dass die seitens der Mödlinger Feuerwehr im Gefolge des Feuerwehtages 1882 vorgebrachten Gehässigkeiten kein Ende genommen hätten.
Die Feuerwehr Perchtoldsdorf schloss sich nun für kurze Zeit dem Gauverband Liesing an, trat aber bereits 1887 wieder dem Bezirksfeuerwehrverband Mödling bei.
Ab dem Jahr 1890 nahmen 5 Feuerwehrmänner an einem Sanitätskurs in Liesing teil und bereits 1891 nahm die Feuerwehr Perchtoldsdorf den Sanitätsdienst auf.
Es ist anzunehmen, dass die Rettungsabteilung ihren dienst zunächst nur mit einer Tragbare oder einer Räderbare aufnahm.
Relativ spät im Vergleich zu anderen Feuerwehren wurde 1899 der erst bespannbare Sanitätskrankenwaagen angekauft.
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Sanitätswagen 1899 |
Weiters wurde im Jahre 1899 der Ankauf der ersten Dampfspritze der Feuerwehr Perchtoldsdorf beschlossen, welche beim Feuerwehrfest am 5. August 1900 in Dienst gestellt wurde.
Mit dem Erwerb der neuen Dampfspritze war der erste Schritt in ein neues Zeitalter getan. Doch die besten Spritzen halfen nichts, wenn die Wasserversorgung nicht funktionierte. Und so brachte die Inbetriebnahme der Ortswasserleitung im Jahr 1907 eine weitere, sehr wesentliche Erleichterung für die Löscharbeiten.
Bis zum Vollausbau der Wasserleitung mussten die alten Wasserwaagen noch Dienst tun, aber einer nach dem anderen wurden ausrangiert, 1910 waren es nur noch zwei, 1913 wurde der größere davon zu einem Mannschaftswaagen umgebaut.
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Dampfspritze 1900 |
DIE PERCHTOLDSDORFER FEUERWEHR 1918 – 1938
Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war eine Extreme. Am Beginn des neuen Staates stellten sich auch für die Freiwilligen Feuerwehren Fragen nach der Zukunft. Würden sie als Verein weiterbestehen, ihre Autonomie wahren können und imstande sein, die steigenden Ausgaben zu bestreiten. Wie würde es in Hinkunft um den sozialen Geist, die Disziplin und dem Ordnungssinn bestellt sein? Würde es überhaupt gelingen, den kriegsbedingten Mitgliederschwund zu überwinden?
All diese Fragen drängten sich auch den Perchtoldsdorfern auf, aber selbst die katastrophale
finanzielle Lage der Feuerwehr entmutigte die Männer nicht. Im Gegenteil. Man zeigte äußerste Risikobereitschaft und setzte alles daran, um mit der technischen Entwicklung einigermaßen schritt zu halten.
Da die Landesregierung Subventionen für die Feuerwehren ablehnte, musste man sich mit den Einnahmen aus Bällen, Feuerwehrheurigen und kleineren Subventionen seitens der Gemeinde begnügen. Daher war man auch auf Spenden von Privatpersonen angewiesen.
Im Jahr 1923 war es dann endlich auch in Perchtoldsdorf soweit! Durch den Verkauf der Dampfspritze und der Landfahrspritze, sowie einer Gemeindesubvention und Spenden von Privatpersonen konnte die erste Automobilspritze angekauft werden.
Es handelte sich hierbei um eine Automobilspritze der Marke Fiat und verfügte über eine Hochdruckzentrifugalpumpe mit einer Leistung von 600l pro Minute.
Mit dieser Anschaffung war die Perchtoldsdorfer Feuerwehr die erste Wehr im Bezirksverband Liesing die im Stande war das modernste Löschfahrzeug seiner Zeit anzukaufen.
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Automobillöschspritze ( Fiat ) 1923 |
Und bereits im Jahre 1926 konnte der Fuhrpark durch einen Rüstwaagen der Marke Puch erweitert werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf erreichte bis zum zweiten Weltkrieg einen beachtlichen Motorisierungsgrad. Zu den beiden bereits vorhandenen Fahrzeugen kamen – abgesehen von dem im Jahr 1929 erworbenen Sanitätswagen – in den dreißiger Jahren die sogenannten ,,Bonnard-Autos“ dazu.
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Rettungsfahrzeug 1929 |
Direktor Henrie Bonnard, Chef einer französischen Autofirmenvertretung in Wien, schenkte der Freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf im Jahre 1931 die ersten zwei von vier Autos, einen Pkw und einen kleinen Lastkraftwagen. Für den dritten, im Februar 1932 übergebenen Wagen, spendete er sämtliche Bestandteile und ließ ihn nach den Wünschen der Perchtoldsdorfer Feuerwehr austatten.
Daraufhin wurde der großzügige Wohltäter am 20. Februar 1932 zu Ehrenmitglied ernannt.
Ende des Jahres 1937 verfügte die Feuerwehr Perchtoldsdorf über folgende Fahrzeuge: eine Autospritze, zwei Rüst-, zugleich Mannschaftswagen und einen Autosprengwagen ohne eingebaute Pumpe.
Am 1.Juli 1938 übergab Dir. Bonnard noch einmal einen Mannschaftswagen.
Doch die Motorisierung war nicht der einzige Fortschritt der Zwischenkriegszeit.
Ende 1923 begann der Umbau des Turnsaales der alten Schule am Marktplatz 11 (heutiges Gemeindeamt) in ein Feuerwehrdepot, sowie die Errichtung eines Schlauch- und Steigerturmes. Am 18. November 1923 fand die feierliche Segnung statt. Eine weitere Neuheit war, die Alarmierung der Feuerwehr über die Dachsirene ab 1930.
Auch in Sachen Ausbildung hatte sich einiges getan, so eröffnete am 10. November 1932 die erste Landesfeuerwehrschule in Wr. Neustadt, an der bis zum Jahre 1937 insgesamt 6 Feuerwehrleute aus Perchtoldsdorf an Kursen teilnahmen.
Und Ausbildung tat auch dringend Not, so wurden nach einigen misslungenen Einsätzen im Jahre 1938 ein wöchentlicher Schulungstag eingeführt.
Die Situation im Jahr 1938
Ab 1935 mehren sich die Berichte über Gasschutzübungen. Luftschutzübungen dürften in Perchtoldsdorf erst ab 1937 durchgeführt worden sein.
Am 25. Februar 1938 gab Hauptmann Wurth bekannt, dass ab sofort der Hitlergruß eingeführt sei. Vieles deutete darauf hin, dass die Feuerwehren nicht mehr lange ,,nur mehr Friedensorganisation“ sein würden.
Am 15. Juli 1938 teilte Hauptmannstellvertreter Stefan der Mannschaft mit, dass das Depot bis zum darauffolgenden Tag geräumt sein müsse, da die Räume von der Kriegsleitung mit Beschlag belegt worden seien. Die Löschgeräte mussten in Privatunterkünften, später auch teilweise im Rathaus untergebracht werden.
Die Übernahme der freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf durch die Wiener Berufsfeuerwehr!
In den ersten Wochen der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten (12 März 1938) herrschte eine gewisse Rechtsunsicherheit, da die reichsdeutschen Stellen mit dem Aufbau der neuen Verwaltung in der Ostmark beschäftigt waren und dem Feuerwehrwesen keine Zeit widmeten.
Die Sommermonate 1938 bedeuteten für die Feuerwehr Perchtoldsdorf einen Rückschlag nach dem anderen: Zunächst musste das Feuerwehrdepot geräumt werden und schließlich verlor sie mit der Gemeinde ihre Eigenständigkeit.
Am 15.Oktober 1938 wurden insgesamt 97 niederösterreichische Bezirke dem Reichsgau Groß-Wien angeschlossen.
Die Feuerwehren dieser Gemeinden wurden der Berufsfeuerwehr Wien (ab 15.Oktober 1938 Feuerschutzpolizei) zugeteilt und bildeten mit ihr eine Einheit ohne selbst Feuerschutzpolizei zu werden.
Am 27.Oktober 1939 wurde die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf als Verein aufgelöst, ein Schicksal, das sie mit allen Freiwilligen Feuerwehren des deutschen Reiches teilte.
Die Feuerschutzpolizei Wien unterstellte man der Ordnungspolizei und glich sie Gebietsmäßig an die Polizei mit ihren vier Gruppen und 17 Abschnitten an. Die Freiwilligen Feuerwehren der eingemeindeten Randgebiete, die zwar als solche bestehen blieben, bildeten mit der Feuerschutzpolizei eine taktische Einheit.
Da im Laufe des Krieges immer mehr Feuerwehrmänner zur deutschen Wehrmacht einberufen wurden und nur die älteren mit den wenigen für die Kriegswirtschaft notwendigen Männern in den Ortschaften zurück blieben, war man bestrebt, die Schlagkraft der Feuerwehr durch die sogenannte ,,Notdienstverordnung“, den Einsatz von Hitlerjugend-Feuerwehrscharen (Feuerwehr-HJ) und die Heranziehung von Feuerwehrhelferinnen sicherzustellen.
Eine wichtige Aufstockung erfuhr die Feuerwehr Wien-Perchtoldsdorf die im ersten Halbjahr 1943 ausgebildeten HJ-Feuerwehrscharen. Je mehr Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst einrückten, um so wichtiger wurden diese jungen Menschen für die Feuerwehr. Ihre Ausbildung umfasste die Grundausbildung eines Feuerwehrmannes, Schlauch-, Leiter-, Angriffsübungen usw., ihre Übungen wurden von der Feuerschutzpolizei Wien überwacht. Ab 9.Jänner 1944 hieß diese Gruppe ,,HJ-Feuerwehr Perchtoldsdorf“.
In den Jahren 1940 und 1941 verzeichnete die Feuerwehr Perchtoldsdorf keine Brandeinsätze im Ort. Während dieser Zeit alarmierte die in Perchtoldsdorf stationierte Feuerschutzpolizei Wien, und es rückten die Feuerwachen Liesing und Mariahilf nach Perchtoldsdorf aus.
Erst ab 1942, als die Wiener Feuerschutzpolizei durch Fliegeralarme und Luftangriffe überfordert war, wurde wieder die Ortsfeuerwehr verständigt.
Notwendige Löscharbeiten durften bei Fliegeralarmen nicht unterbrochen werden, nur beim unmittelbaren Angriff war ,,vorübergehend Deckung zu nehmen“.
Das Ende des Krieges
In den ersten Apriltagen 1945 bekam die Feuerwehr Perchtoldsdorf den Befehl, sich unter Mitnahme sämtlicher Motorfahrzeuge und Gerte Richtung Westen abzusetzen.
Da aber durch das rasche vorrücken der Alliierten das Kriegsende in Sicht war, und um einer drohenden Gefangenschaft zu entgehen, entschlossen sich beherzte Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehren, zu Fuß in die Heimat zurück zu kehren. Von Perchtoldsdorf war es Obertruppmann Josef Gotschall, der sich mit den Männern und HJ-Jungen auf den Weg nach Perchtoldsdorf machte. Dieser kleinen Gruppe haben sich viele Männer von anderen Feuerwehren unseres Bezirkes angeschlossen. Nach entbehrungsreichen Tagen erreichten sie Perchtoldsdorf.
Wie aber sah es in Perchtoldsdorf bei der Feuerwehr aus? Keine Geräte, keine Fahrzeuge und keine Männer des alten Stammes.
Der harte Kampf ums überleben (1945-1954)
Nach dem Gebietsänderungsgesetz vom 26.Juli 1946 sollten von den 97 seit 1938 zu Wien gehörenden Randgemeinden 80 ihre kommunale Selbstständigkeit wiedererlangen. Da die Alliierten 77 Freiwilligen Feuerwehren versagten, blieben diese unter dem Oberkommando der Wiener Berufsfeuerwehr Wien. So auch die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf.
Das bedeutete, dass die Wiener Feuerwehr für den Gesamten Brandschutz des Wiener Gebietes allein verantwortlich war. Sie bediente sich der Feuerwehren in den Randgemeinden nur zur erweiterten Löschhilfe, für Kleinstbrände oder Verkehrsunfälle ohne Verletzte.
Das Inventar und die Geräte blieben Eigentum der Stadt Wien und durften nur mit deren Einverständnis benutzt werden.
Weiters blieben alle Einnahmen die von den Freiwilligen Feuerwehren erworben wurden, der Feuerwehr Wien vorbehalten.
Im Sommer 1947 wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Feuerwehren der Randgemeinden organisatorisch Niederösterreich und taktisch Wien unterstehen sollten.
Die Feuerwehren erhielten nur wenig Material aus Wien und fürchteten nicht ganz zu Unrecht die materielle Aushungerung und eine Ablösung durch die Berufsfeuerwehr Wien.
Nur langsam und nach langem Drängeln bekam die Feuerwehr Perchtoldsdorf ihre alten Fahrzeuge zurück.
Auch die Depotfrage war lange Zeit nicht gelöst, so gelang es erst 1950 das alte Feuerwehrdepot am Marktplatz 11 wieder zu beziehen.
Am 8. Mai 1950 ging dann auch noch die ruhmreiche Geschichte der Perchtoldsdorfer Rettungsabteilung durch die Übernahme des Roten Kreuzes zu Ende.
Aufgrund der fehlenden Einnahmen durch Rettungsfahrten und Krankentransporte konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf in den folgenden Jahren nur mit allergrößter Not über Wasser halten.
Unter solchen Bedingungen ist es kaum verwunderlich, dass es um den Ausbildungsstand der Mannschaft, ihren Opfersinn und ihrer Einsatzbereitschaft nicht mehr zum Besten bestellt war. Dies ging so weit, dass sogar die Bevölkerung am Fortbestand der Feuerwehr zweifelte.
Nun galt es für die Feuerwehr um ihre Existenz zu kämpfen!
Es wurden neue Mitglieder geworben und am 10. Februar 1952 übernahm der Weinhauer Josef Gotschall die Führung der Feuerwehr Perchtoldsorf.
Schon ein Jahr später äußerte sich Ortsvorsteher Kamtner über die geleistete Aufbauarbeit sehr zufrieden und sprach der Mannschaft neuen Mut zu.
Am 11. Juni 1954 stimmte der alliierte Rat überraschend zu, der Gemeinde Perchtoldsdorf ihre kommunale Eigenständigkeit zurück zu geben. Für die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf die so hart um ihren Fortbestand gekämpft hatte, bedeutete dies eine neue Chance.
Am 1. September 1954 trat das sogenannte Gebietsänderungsgesetz in Kraft, am 15. September 1954 gab die Wiener Berufsfeuerwehr der Feuerwehr Perchtoldsdorf ihre Einrichtungen und Geräte zurück.
Als ,,Einstandsgeschenk“ übernahm die Marktgemeinde Perchtoldsdorf die Ratenzahlungen für ein neues Tanklöschfahrzeug und stattete die Mannschaft mit neuen Stiefeln und sonstigen wichtigen Ausrüstungsgegenständen aus.
DIE ENTWICKLUNG DER FEUERWEHR PERCHTOLDSDORF AB 1954
Im Jahr 1954 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf endlich wieder ihren Vereinsstatus zurück und man möchte annehmen, dass die Zeiten von nun an leichter wurden.
Aber genau das Gegenteil war der Fall.
1956 kursierten im Ort schon Gerüchte um eine Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr und das die Gemeinde eine Vertrag mit der Wiener Berufsfeuerwehr abschließen wolle.
Doch die Gemeinde stellte sich, obwohl sie keine größeren Geldmittel flüssig machen konnte, hinter ihre Feuerwehr und dementierte diese Gerüchte umgehend.
Von wesentlicher Bedeutung für den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Perchtoldsdorf war die Aufnahme des schon 1957 zum Löschmeister beförderten Liesingers Engelbert Bär im Jahre 1955. Er übernahm die Haussammlungen und hatte bis August 1956 bereits 1.800 unterstützende Mitglieder geworben, von denen ein Jahresbeitrag von 12 Schilling geleistet wurde.
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Ehrenkommandant Engelbert Bär |
Jetzt konnte an eine Reorganisation der Wehr gedacht werden, und allmählich erwiesen sich auch die traditionellen Einnahmequellen wie Feste, Bälle und Tombolen wieder als erfolgreich. Die finanzielle Lage besserte sich nicht zuletzt dank der Unterstützung der Gemeinde bald soweit, dass der ärgste Nachholbedarf gedeckt werden konnte.
Am 16. September 1958 fiel der Beschluss über den Umbau der Feuerwehrgarage im Haus am Marktplatz 11, welcher Anfang Dezeber 1960 abgeschlossen war.
Und auch über den Ankauf neuer Fahrzeuge wurde wieder nachgedacht, den das 1959 angekaufte Tanklöschfahrzeug reichte nach der Ausscheidung des 1954 von der Feuerwehr Baden erworbenen alten Steyr 1500 für einen Ort wie Perchtoldsdorf nicht aus.
So wurde 1961 ein von der Mineralölverwaltung erwobener Rüstwagen der Marke Chevrolet erworben und umgebaut.
Ab dem Jahr 1962 erhielt die Feuerwehr die ersten Funkgeräte für Tanklöschfahrzeuge.
Beim 1963 angekauften Tanklöschfahrzeug war die Ausstattung mit einem Funkgerät schon selbstverständlich, genauso wie bei dem 1969 erworbenen Schweren Rüstfahrzeuges.
Mittlerweile zählte die Feuerwehr Perchtoldsdorf wieder zu den modernsten Feuerwehren der Umgebung die schon ab 1957 im Besitz von Pressluft-Atemschutzgeräten war und die auch ihren Ausbildungsstandart entsprechend stark forcierte.
Zu den bedeutsamsten Leistungen der letzten Jahrzehnte gehört zweifellos die Bewältigung der Nachwuchsfrage. So erfolgte am 14. Juli 1972 die Gründung der Feuerwehrjugend Perchtoldsdorf durch BI Leopold Ruth.
Die Ausbildung erstreckte sich über mehrere Sparten, begonnen beim Sport, der zumutbaren Feuerwehrausbildung, einen Erste Hilfekurs sowie praktischer und theoretischer Unterricht im Nachrichtendienst.
Schon wenige Monate nach der Gründung der Feuerwehrjugend begannen die Vorbereitungen auf die ersten Nö. Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerbe in Gföhl, bei denen drei erste und ein dritter Platz der Lohn für die harte Arbeit war.
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Landesfeuerwehrjugendleistungsbewerbe in Gföhl 1973 |
Dank der Bemühungen der Feuerwehr Perchtoldsdorf um die Nachwuchsarbeit reichen die Erfolge der Feuerwehrjugend bei Leistungswettbewerben im In- und Ausland bis in die heutige Zeit.
Auf dem Weg zu einer modernen Feuerwehr
Die Feuerwehr Perchtoldsdorf, seit 1970 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wie alle Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich, wurde von 17. Jänner 1970 bis 10.Jänner 1986 vom Weinhauer Karl Distl kommandiert und entwickelte sich in diesen Jahren mit großzügiger Unterstützung seitens der Gemeinde zu einer modernen Feuerwehr.
Seit 1987 gilt sie auch als eine der bestausgerüsteten im ganzen Land.
Vieles wäre nicht möglich gewesen ohne die jahrzehntelange Sammeltätigkeit des Ehrenkommandanten Engelbert Bär.
Den Bemühungen von Kommandant Distl ist es auch zu verdanken das im Jahr 1982 mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in der Donauwörtherstrasse begonnen wurde.
Ohne dieses Feuerwehrhaus, das zu Gänze von der Marktgemeinde Perchtoldsdorf finanziert wurde, wäre der starke Zuwachs an Fahrzeugen und Geräten gar nicht möglich gewesen.
Am 28. Mai 1983 wurde es von Bürgermeister Dipl.-Ing. Paul Katzberger feierlich seiner Bestimmung zugeführt.
Bei den Kommandantenwahlen am 10. Jänner 1986 übernahmen das Duo Kommandant Josef Drexler und sein Stellvertreter Wilhelm Nigl die Führung der Feuerwehr Perchtoldsdorf und können ihre Qualitäten bis zur heutigen Zeit bestätigen.
Sie schlossen unaufhaltsam an die Aufbauarbeit ihres Vorgängers Karl Distl an und ihnen ist es auch zu verdanken, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf heute als eine moderne Einsatzgruppe präsentiert, weit entfernt von den Anfängen als kleine Dorffeuerwehr.
Unter dem Kommandantenduo Drexler/Nigl erlebte die Feuerwehr Perchtoldsdorf einen enormen Wandel. Es war die Zeit des Fortschrittes und der Modernisierung.
Mit Unterstützung der Gemeinde konnte seit 1989 bis heute fast der ganze Fuhrpark erneuert werden, so dass sich dieser fortlaufend auf dem neuesten Stand der Technik befindet (siehe Startseite: Fahrzeuge).
Natürlich versuchte man auch in Sachen Ausrüstung und persönliche Schutzbekleidung schritt halten.
Bei der persönlichen Schutzausrüstung der Feuerwehrmänner wurde durch Ankauf der neuen Feuerwehrhelme und der neuen Brandschutzbekleidung ein besserer Personenschutz erreicht.
Im weiteren war durch die Umstellung der Feuerwehrhelme im Bereich des Atemschutz ebenfalls ein Umbau der Geräte und Masken notwendig. Es erfolgte eine Umstellung auf Überdruckgeräte und 2 Punktmasken (siehe Startseite: Atemschutzwart).
Bei der Ausbildung trat die Ausbildung 2000 in Kraft, um eine bessere Grundlage und somit auch eine höhere Schlagkraft zu erreichen. Diese bessere Grundlage ist es auch, welche die Mannschaft motiviert sich in diversen Fachbereichen wie zum Beispiel Schadstoffdienst, Versorgung oder aber auch Jugendbetreuung etc. einzusetzen.
Nicht zu letzt ist es auch die erfolgreiche Jugendausbildung, wie sich auch bei den internationalen Feuerwehrleistungsjugendbewerben 2001 in Finnland gezeigt hat, das sich die Feuerwehr Perchtoldsdorf um ihren Nachwuchs keine Sorgen zu machen braucht.

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